Geschlechtsverkehr (auch: Genitalverkehr, Geschlechtsakt, Koitus, Kopulation) ist die heterosexuelle Vereinigung der beiden Geschlechter, bei welcher der erigierte Penis in die Scheide der Frau eingeführt wird (Vaginalverkehr). Jedoch hat der Begriff heutzutage auch Geltung für die Beschreibung gleichgeschlechtlicher (homo-) sexueller Kontakte.
Ausgeführt wird der heterosexuelle Geschlechtsverkehr mittels der Geschlechtsorgane, beim Mann ist dies der Penis, bei der Frau die Vulva. In aller Regel wird dabei durch Hin- und Herbewegen des Penis in der Vagina der Mann soweit stimuliert, dass es bei ihm zur Ejakulation (Samenerguss) kommt; die Frau kann dabei vorher, gleichzeitig, nachher oder auch gar keinen Orgasmus gehabt haben, auf eine etwaige Befruchtung hat dies keinen Einfluss.
Ein Koitus mit Samenerguss des Mannes ist die Voraussetzung für eine natürliche Zeugung von Nachkommen. Das biologische Ziel des Geschlechtsverkehrs ist die Fortpflanzung und damit die Erhaltung der eigenen Art. Dies wird durch die Befruchtung erreicht, bei der sich im weiblichen Körper - beim Menschen meist jeweils nur eine - männliche und weibliche Keimzelle (Spermium und Eizelle) vereinen und eine Zygote formen, aus der später ein Embryo entsteht.
Der Geschlechtsverkehr wird heute meist schlicht als Sex bezeichnet, wobei dieser Begriff aber noch viele weitere Bedeutungen haben kann. Der Umgang mit diesen Begriffen (und den mit ihnen verbundenen Ideen) ist dank besserer Aufklärung in den letzten Jahrzehnten deutlich lockerer geworden. Auch aufgrund von Verhütungsmitteln hat sich Sex speziell in Europa und Ostasien teilweise zu einer normalen Freizeitbeschäftigung, wie der Kino- oder Theaterbesuch, entwickelt; eine Errungenschaft, die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar war und in anderen Kulturen noch immer ist.